heizen mit strom?

Heizen mit Strom – eine gute Idee?

Infrarotheizungen werden mit Strom betrieben! Tja – schade. Eigentlich hat sich das Thema damit erledigt. Strom ist teuer und wird auch immer teurer. Vergessen wir’s!

Oder stimmt das vielleicht nur in der oberflächlichen Pauschal-Betrachtung?

Entscheiden Sie selbst. Hier ein paar Impulse die Ihnen die Logik einer Infrarotheizung näherbringen sollen.

 

Jetzt wird es etwas länger, sorry. Wir geben uns Mühe nicht zu langatmig zu werden. Aber wenn man versucht komplexe Dinge einfach zu erklären, dann braucht es manchmal etwas mehr Worte. Wir freuen uns wenn Sie bis zum Ende dabeibleiben!

Strom ist ja im Falle unserer Infrarotheizsysteme nicht das Heizmedium, sondern nur die Energie, die eingesetzt wird um daraus ein Heiz-Ergebnis zu erzielen.

Zunächst ist das nicht anders als bei anderen Heizarten auch. Ob Öl, Gas, Pellets, Wärmepumpen usw. – es ist immer ein Energieeintrag notwendig, der dann in eine Heizleistung umgewandelt wird. Aber es kommt zusätzlich auch darauf an wo die Wärme erzeugt wird und mit welchem Wirkungsgrad diese dann dort wo sie benötigt wird zur Verfügung steht.

Nehmen wir mal eine Ölzentralheizung. Die steht üblicherweise im Keller. Also dort wo es kalt ist und wir außerdem auch die Wärme gar nicht brauchen. Die Heizleistung wird im Brenner/Kessel erzeugt mit dem Resultat, dass hier schon die ersten Verluste erzeugt werden, die nie im Haus als Wärme ankommen. Fassen Sie in der Heizperiode doch einmal an Ihren Kamin. Der wird durch die heißen Abgase des Brenners auch erwärmt. Auch das ist Verlustleistung, denn diese Wärme können Sie gar nicht, oder nicht kontrolliert als Wärme in Ihrem Haus/Wohnung einsetzen.

Dann sind noch Pumpen und Ventile in Betrieb, die im Übrigen ja auch permanent mit Strom betrieben werden, damit das erwärmte Wasser über die Rohre im Haus verteilt werden kann. Während des Transports durch die Rohre nimmt die erzeugte Wärme stetig ab (Leitungsverlust). Damit aber gewährleistet ist, dass auch der entfernteste Raum noch mit ausreichend Wärme versorgt werden kann, muss also unten an der Heizung ein deutlicher Leistungsüberschuss erzeugt werden. Dieses gesamte Zentralheizungssystem muss überdies immer komplett betrieben werden, auch wenn z.B. in der Übergangszeit nur das Bad geheizt werden soll.

Da die Zentralheizung ja nicht weiß, wann wieviel Energie und in welcher Menge benötigt wird, wird mit Ausnahme der Nachtabsenkung immer die Menge an Energie erzeugt, die ausreicht um notfalls alle Räume auf Wunschtemperatur zu beheizen.

 

Fazit Zentralheizung:

Bei der Zentralheizung haben wir also schon Abgasverluste im Brenner. Dazu laufen strombetriebene Pumpen und Ventile permanent (auch wenn nicht geheizt wird). Wir haben Leitungsverluste in den Rohrleitungen und wir haben Vorhalteverluste für Energie, die wir bei Bedarf abrufen wollen. Dazu haben wir noch einen Standortnachteil, weil die Energie dort erzeugt wird wo wir sie eigentlich nicht brauchen (Heizraum/Keller) und wir müssen den benötigten Platz für die Heizungsanlage und ggfl. Die Öltanks zur Verfügung stellen. Diese Fläche kann anderweitig nicht genutzt werden und kostet daher gedanklich auch Geld. Hinzu kommen noch Kosten für die regelmäßige Wartung und die Kaminkehrerkosten zur Reinigung und Messung.

 

Nun zur Infrarotheizung.

Auch hier haben wir einen Energieeintrag – nämlich den Strom. Aber wir benutzen den Strom ja nur als „Aktivator“, der die Energie in „Wirkungsgrad“ ohne nennenswerte Verluste umwandelt. Der Strom ist ja nicht die Heizung. Dies ist ja die Strahlungs- Energie, die aus dem Strom erzeugt wird und generiert schlussendlich die behagliche Wärme unserer Infrarotheizung.

Diese behagliche Wärme wird sozusagen auf Knopfdruck dort erzeugt wo sie benötigt wird – extrem effizient direkt im Raum.
Die Frage ist also nicht ob heizen mit Strom sinnvoll ist oder nicht. Denn das Gleiche müssen wir uns ja auch bei allen anderen Heiztechniken fragen.

Die richtige Frage lautet also: Was macht der Strom, das Gas, das Öl, die Wärmepumpe aus der eingesetzten Energie. Oder andersherum, evtl. etwas provokanter: Wieviel von der eingesetzten Energie wird direkt in nutzbare Heizleistung umgesetzt und wieviel davon ist Verlustleistung (z.B. durch Vorhaltung die gebraucht wird oder nicht, durch Leitungsverluste, oder Standortbedingt).

Und genau hier sind die Vorteile unserer Infrarotheizungssysteme. Die Heizung ist dort wo sie gebraucht wird, nämlich direkt im Raum der beheizt werden soll. Und die Heizung arbeitet ja nicht permanent. Sondern nur, wenn die Temperatur im Raum absinkt wird über die Antriebsenergie Strom wieder etwas nachgeführt, was sofort, ohne nennenswerte Verluste in behagliche Wärme umgesetzt wird. Es gibt in der Tat Belege dafür, dass strombetriebene Infrarotheizungssysteme im Vergleich zu Öl oder Gas Vorteile von 30 – 40% in den Kosten erzielen.

Die Universität Kaiserslautern hat in einem sehr umfangreichen Projekt auf wissenschaftlicher Basis zwei identische Häuser, einmal mit einer traditionellen Zentralheizung und einmal mit einem Infrarotheizsystem, betrieben und verglichen. Da waren die Ergebnisse sogar noch drastischer. Über 50% weniger Energieeintrag beim Infrarotsystem. In Fachkreisen war das aber keine Überraschung, denn diese Ergebnisse wurden, vielleicht nicht ganz in dieser Höhe, aber dennoch erwartet.

Fazit:
Heizen mit Strom kann sogar sehr wirtschaftlich sein. Nicht nur, sondern auch ganz besonders in der Langzeitbetrachtung. Und in der obigen Betrachtung haben wir ja nur die Effizienz der Systeme verglichen.

 

Stellen Sie sich einmal vor, wie das Kostenkapitel aussähe, wenn wir noch die Investitionskosten hinzunähmen. Eine Zentralheizung in ein Gebäude einzubauen, die Rohre zu verlegen, die Heizkörper inkl. Ventilen zur Regelung anzubringen und anzuschließen, ggfls. die Kosten für Öltanks und deren Platzbedarf sind ein mächtiger Kostenfaktor. Hinzu kommen noch die Kosten der regelmäßige Wartung und Schornsteinfegergebühren.

Im Kostenkapitel haben wir mit unseren Infrarotsystemen also leichtes Spiel. Auch wenn unsere Systeme in der Anschaffung und beim Einbau natürlich ebenfalls Geld kosten und einer Installation bedürfen.

Aber auch im Betrieb gibt es signifikante Unterschiede zwischen unseren Infrarotheizungen und einer konventionellen Zentralheizung und diese wiederum haben natürlich auch wieder Auswirkungen auf die laufenden Kosten.

Wer wirklich die Logik einer Infrarotheizung verstehen will, muss sich von alten Denkmustern lösen. Denn seit tausenden von Jahren werden Räume geheizt indem die Luft darin erwärmt wird. Nun ist Luft aber ein sehr schlechter Wärmespeicher. Und vergessen wir auch nicht die Lüftungsverluste, wenn beim Öffnen eines Fensters oder einer Tür die teuer erwärmte Luft kaminartig nach außen gezogen wird und dann wieder solange nachgeheizt werden muss, bis die Luft im Raum wieder Wunschtemperatur hat.

Und genau hier macht unsere Infrarotheizung den Unterschied. Es wird nämlich nicht die Luft, sondern alle im Raum befindlichen Objekte erwärmt. Zusätzlich sind Decken, Böden und Wände eines Raumes im Gegensatz zur Luft sehr gute Wärmespeicher. Und diese geben die aufgenommene Wärme wieder gleichmäßig an den Raum zurück, sodass mit nur wenig Energieeinsatz die angenehme Wärme permanent erhalten bleibt. Lüftungsverluste sind so gering, dass diese für die Gesamtbetrachtung keine Rolle mehr spielen.

Jetzt noch ein ebenfalls bemerkenswertes Faktum, das die Bilanz zugunsten unserer Infrarotheizungssystem weiter verbessert. Die Infrarotstrahlung wird vom Körper, der ja von der Evolution her auf Infrarot/Sonnenstrahlung ausgelegt ist, besser verwertet als erwärmte Luft. Als Beispiel stellen Sie sich einen Tag im Winter vor mit einer Außentemperatur von –10 Grad. Einmal stehen Sie bei minus 10 Grad im Schatten und ein anderes Mal bei den gleichen minus 10 Grad in der Sonne. Wo fühlen Sie sich wohler? Dieser Effekt funktioniert auch in Ihren Räumen und führt dazu, dass man sich bei ca. 3 Grad geringerer Raumtemperatur gleich wohl fühlt als bei 3 Grad mehr erwärmter Luft. Bei einer konventionellen Zentralheizung spricht man davon, dass man ca. 6% Energie einsetzen muss um ein Grad Lufttemperatur zu erzeugen.

Da man sich in einem Wohnraum mit unseren Infrarotheizsystemen bei z.B. bei 19 Grad genauso wohlfühlt, als bei 22 Grad die durch Zentralheizungssysteme erzeugt wurden, ist auch hier ein nicht zu unterschätzender Kostenvorteil gegeben.

Daher ergeben sich auch große Vorteile was die laufenden Kosten anbelangt.

Tabelle – Fazit-Vergeich der Systeme – Vor- und Nachteile

Untenstehend sehen Sie einen Systemvergleich über eine Laufzeit von 20 Jahren.

Ausgangslage für den Vergleich ist ein Einfamilienhaus, Neubau, 2-geschossig mit   150 m² Wohnfläche (Effizienzhaus 55 nach EnEV 2009)

Grafik logischer aufbauen.

Wir hoffen nun, dass wir aufzeigen konnten, dass man mit Strom sogar extrem effizient heizen kann. Man muss nur das obenstehende gesamtheitlich verstehen (wollen) J Jetzt sind Sie am Zug. Ziehen Sie Ihre persönliche Bilanz auf Ihre ganz individuelle Situation bezogen und finden Sie heraus, ob unsere Systeme zu Ihnen passen.

Wie bei allem im Leben werden sich die Befürworter unserer Infrarotheizsysteme nun zufrieden zurücklehnen, während die Gegner sich ihre Argumentationskette dagegen aufbauen. Und dass Anbieter anderer Heizsysteme nun nicht aufstehen und uns applaudierend huldigen ist uns auch klar. Damit können wir gut leben – so funktioniert freie Marktwirtschaft und wir sind ein fairer Teilnehmer an diesem System.

Toleranz, Fairness und Respekt sind Werte, die wir nicht nur aus Marketinggründen nach außen tragen. Im Gegenteil – es sind Manifeste die unsere Geschäftsethik prägen und die wir täglich aus tiefer Überzeugung leben.

Daher nun unsere Bitte an alle, die sich für Heizungstechnologie interessieren – nicht streiten! Nichts ist richtig und nichts ist falsch. Alles hat seine Berechtigung zu seiner Zeit, an seinem Ort. Und manchmal ist es sogar so, dass man für oder gegen etwas ist, obwohl man dies faktisch gar nicht begründen kann. Man mag spontan etwas und genauso spontan mag man eine andere Sache eben nicht. Dieses Gefühl zu überwinden fällt uns ebenfalls manchmal schwer.

Und wenn sich jemand guten Gewissens für eine andere Heizmethode entscheidet ist das doch völlig in Ordnung. Hauptsache es gibt genügend Auswahl am Markt, sodass am Ende jeder glücklich und zufrieden ist.
Wir freuen uns, wenn Sie sich unserer Technologie aufgeschlossen zeigen und respektieren auch, wenn Sie eine andere Haltung vertreten. Mit unserer innovativen Infrarot-Technologie sind wir nicht die Oberlehrer in der Industrie, die allen zeigen wo’s langgeht. Wir bieten an was wir haben. Offen, ehrlich, transparent und fair. So passt es am besten zu uns. Und wenn es nicht zu Ihnen passt – wir können trotzdem Freunde sein! ;-)

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